"man muss wissen, wer der richtige kontakt ist"

Wie geht Promotion? Interview mit Daniel Theuerkaufer von me&myfriends

Artikel veröffentlicht von Daniel Nagel | 13.06.2012, 14:00

Wie geht Promotion? Interview mit Daniel Theuerkaufer von me&myfriends

Ihr habt neue Aufnahmen im Kasten und die sind so verdammt gut geworden, dass es jeder wissen sollte? Was jetzt noch fehlt ist eine ordentliche Promotion an die Magazine und Radiosender da draußen. Backstage PRO vergibt in Zusammenarbeit mit me&myfriends ein solches Promotion-Paket für eurer nächstes Release. Doch wie funktioniert gute Promotion eigentlich? Was sind die Fallstricke, was die Voraussetzungen? Wir haben bei unserem Partner nachgefragt.

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regioactive.de: Was ist eigentlich Promotion?

Daniel Theuerkaufer: Promotion ist Werbung für Musiker. Es geht darum, dass man Bands und Künstler bei im TV, realistischer aber im Web-TV, auf Videoplattformen, Blogs, Online- und Print-Magazinen und im Radio vorstellt, damit sich die entsprechenden Verantwortlichen überlegen können, ob das etwas für ihr Programm oder ihr Magazin wäre.

Das bedeutet, man stellt Bands vor, die letztliche Entscheidung liegt aber bei den jeweiligen Redakteuren?

Richtig. Ganz gleich, wie groß die Promo-Agentur ist, an die man sich wendet, es gibt nie eine Garantie dafür, dass eine Band in einer Redaktion gut ankommt. Damit man möglichst gute Chancen hat, wird die Promo entsprechend aufwändig gemacht und richtet sich gezielt an Redakteure, zu denen man gute Kontakte aufgebaut hat. Andererseits gibt es auch engagierte Musikjournalisten, die an uns als Promo-Agentur selbst herantreten, weil sie von unserer Arbeit überzeugt sind.

Das heißt, Promo ist gar nicht so einseitig, wie es zunächst erscheint, sondern beruht auch auf Gegenseitigkeit?

Genau. Promo richtet sich in unserem Indie-Bereich sehr viel an Studentenradios, die ehrenamtlich betrieben werden, genauso wie viele Magazine, Blogs und anderen Webseiten. Selbstverständlich haben die auch Interesse, gute Musik zu erhalten. Sie erhalten durch Promo eine Vorauswahl und müssen nicht hunderttausende Bands im Internet durchsuchen, um dann zu erfahren, dass die Bands gar kein sendereifes Material haben, vielleicht kurz vor der Auflösung stehen oder nicht in der Lage sind, innerhalb von zwei Tagen ein Bild zu schicken. Von den Bands, mit denen wir zusammenarbeiten, stellen wir Material bereit, Musik, Bilder, Videos, die man sich als Redakteur dann in einem geschützten Bereich auf unserer Homepage herunterladen und ggf. gleich weiterverarbeiten kann.

Das bedeutet, Promo hat auch etwas mit Vertrauen zwischen Institutionen zu tun, die geschäftlich voneinander unabhängig sind.

Genau. Vertrauen ist ein Aspekt, ein weiterer sind Kenntnisse darüber, wer sich für welches Genre interessiert. Auf der anderen Seite wissen natürlich auch Redakteure und andere Verantwortliche, an wen sie sich bei der Promo-Agentur wenden müssen, wenn sie Nachschub in einem bestimmten Genre brauchen.

Das heißt, man kann sein Interesse auf beiden Seiten kanalisieren.

Genau das ist Promotion: ein Kanal. Es wird in beide Richtungen kommuniziert. Der Clou ist, dass die Promoter wissen, mit wem sie kommunizieren und wer für das, was man an den Mann bringen will, der Richtige ist. Das gilt auch bei der Labelsuche, die man unterstützen kann, weil man die Musiklandschaft kennt.

Ist das auch genau der Vorteil gegenüber einer Band, die ihre Promo selbst erledigt?

Wenn man mit mehreren Bands bzw. Labels zusammenarbeitet, dann kann man das Interesse und auch die Kontakte bündeln, die man sich in jahrelanger Tätigkeit erarbeitet hat. Wenn ich nur für eine Band Promo mache, dann weiß das natürlich auch der Redakteur. Für ihn ist das zu aufwändig, denn alle Redakteure haben nur wenig Zeit, ihre Zeilen zu schreiben oder die Musik für eine Sendung zusammenzustellen. Da ist es ein Vorteil, wenn er die Promos gebündelt erhält und sich auch auf die Qualität verlassen kann, wie das bei uns der Fall ist. Wir hören dann: "Alles, was ihr uns schickt, kann ich ohne Probleme senden" und das ist als Einzelperson schwer zu erreichen, es sei denn man betreut die Band auch gleich als Manager, was eher die Ausnahme ist.  

Was sind denn eure typischen Leistungen als Promoter?

Das Typischste ist Veröffentlichungspromo, die wir auch im Rahmen der gemeinsamen Aktion mit Backstage PRO leisten werden. Wenn eine Band ein neues Werk veröffentlicht, dann wenden wir uns an Radiosender, Blogs, Online- und Print-Magazine, damit die Bands Reviews erhalten bzw. über Videos oder Airplay im Radio auch von den Lesern bzw. Hörern wahrgenommen werden. Das ist die Kernaufgabe. Außerdem kümmern wir uns darum, das Profil der Band zu verbessern. Die meisten benötigen Tipps, wie sie sich präsentieren sollen, damit der Profi am anderen Ende sich das überhaupt ansieht. Das kann man durchaus als Coaching bezeichnen. Es geht dabei nicht darum, Bands in ihrem Erscheinungsbild zu verbiegen, sondern die Präsentation durch Unterstützung in einem gewissen Bereich zu optimieren.

Was sind denn die konkreten Schwierigkeiten beim Promoten?

Es gibt unheimlich viele Bands, viele Promoter und viele Kanäle, aber nur einen begrenzten Raum, der einer Band wirklich offensteht. Ein Print-Magazin, das nur einmal im Monat erscheint, hat nur relativ wenige Seiten und die meisten sind im Vorhinein an große Künstler vergeben, denn das Magazin will ja möglichst viele Leute erreichen. Es verbleiben daher nur wenige Seiten, auf die alle drängen. Die Schwierigkeit besteht darin, sich zu platzieren: Selbst die kleinen Radiosender können nicht alles senden, die Schreiber im Internet können sich nicht mit allem beschäftigen, denn auch wenn das Internet unendlich ist, die Zeit dieser Leute ist es nicht.

Wie wählt ihr denn die Bands aus, die ihr promotet?

Die meisten Bands haben wir irgendwo kennengelernt, das heißt das geht über Kontakte. Es gibt auch Bands, die sich an uns wenden, und dann schauen wir, ob die Band schon so weit ist. Wir verkaufen keine Promo, wenn wir wissen, dass wir das nur einmal und nie wieder machen. Das würde unserem Namen schaden und auch der Band nichts bringen. Wir wählen unsere Bands also schon aus.

Mit anderen Worten: Ich kann nicht zu euch kommen, um Promo für meine kleine Band zu kaufen.

Natürlich kannst du kommen und natürlich schauen wir uns eure Arbeit an. Es gibt für jede Band das richtige Angebot, beispielsweise indem man mit der Band ein Coaching vereinbart und eine Digitalpromo für die aktuelle Single macht. Das ist bezahlbar und am Ende erfährt man, ob überhaupt Interesse besteht und ob man weitermachen will.  

Wie sehen denn Ergebnisse der Promoarbeit aus? Das negativste Ergebnis ist vermutlich Schweigen.

Ja. Die nächste Abstufung von unten wäre eine Absage auf Airplay im Radio oder eine Besprechung auf einem Blog mit konstruktiver Kritik. Die meisten professionelleren Bands schätzen das sehr, es gibt aber natürlich auch solche, die sagen: "Na, wenn ihr nicht wollt – dann Pech." Das sind in der Regel diejenigen, die wenig Erfahrung mit der Presse haben und glauben, sie seien schon fertig und super. Aber die meisten Bands schätzen konstruktive Kritik, die wir natürlich als Promoter auch schon im Vorfeld leisten können.

Was wären positive Ergebnisse?

Das Beste wäre die Aufnahme ins Airplay im Radio mit der Information in welcher Häufigkeit und in welchem Zeitraum der entsprechende Song im Radio gespielt wird. Viele Sender antworten aber nicht so ordentlich, sondern man muss Playlisten einzeln durchforsten. Gleiches gilt für Blogs, die informieren auch nicht immer die Promoter, wenn sie etwas über eine Band veröffentlichen.

Vor dem Hintergrund der gemeinsamen Aktion von Backstage PRO und me&myfriends Promotion: Was bringt es einer Band bei Backstage PRO registriert zu sein?

Die Profile bei Backstage PRO eignen sich auf jeden Fall dafür, um zu sehen, wie gut sich eine Band überhaupt verkaufen kann, welche Vorstellung sie von sich selbst hat. Für uns als Unternehmen ist es entscheidend gefunden zu werden und ansprechbar zu sein. Eine Band sollte bedenken, dass ihr Profil benutzt wird, um sie zu beurteilen. Ein Profil ist quasi das Haus der Band. Und wenn es in erkennbar schlechtem Zustand ist, lange nicht mehr gestrichen oder renoviert wurde, dann macht das keinen guten Eindruck. Deshalb sind für uns Profile sehr gut geeignet, um Bands überhaupt zu finden und dann zu sehen, wie sie sich innerhalb des vom Profil vorgegebenen Rahmens präsentieren.

Dieser Rahmen ist ja bei allen Bands gleich.

Richtig. Genau wie eine Schuluniform schafft ein Profil bei Backstage PRO Chancengleichheit, da es nicht wie früher bei MySpace gepimpt werden kann. Wenn eine Band dann nicht in der Lage ist, ein gutes Bild hochzuladen oder nur einen Song reinstellt, den sie vor Ewigkeiten aufgenommen hat, hat sie ihre Chance nicht genutzt. Egal, wie viel Geld eine Band hat, sie kann mit geringen Mitteln eine schöne Darstellung erreichen. Das ist übrigens auch für die Auswahl der Bands für eine spätere Zusammenarbeit entscheidend, denn im Rahmen der Promotion werden solche Aufgaben auch auf sie zukommen.

Perry O'Parson, einer der Künstler, mit denen Daniel Theuerkaufer seit Jahren zusammenarbeitet, geht Ende Juni auf eine mehrwöchige Deutschlandtour.

Würdest du einer Band raten, ihre Profile systematisch anzulegen?

Ja, auf jeden Fall. Aus meiner Sicht sollte eine Band lieber weniger Profile haben, die aber gut pflegen und vor allem aber alle auf dem gleichen Stand bringen. Es nützt wenig, alle Videos oder Songs nur auf einer Plattform zu posten, weil man damit die Benutzer aller anderen Plattformen ausschließt. Angenommen ein Fan zählt zu der stetig wachsenden Gruppe von Leuten, die nicht bei Facebook sind und sich dort auch keine Seiten anschauen, dann sieht er auch nicht, wenn eine Band dort alles postet, weil sie glaubt, Facebook sei das Allheilmittel. Stattdessen klickt dieser Fan das Profil der Band bei MySpace an, das seit fünf Jahren nicht mehr aktualisiert wurde. Wenn er dort keine neuen Songs findet, sondern nur die vorletzte Veröffentlichung, dann klickt er weg.

Aus meiner Erfahrung kommt genau dieses Szenario selbst bei Profibands sehr häufig vor.

Leider. Unter den Profis im Musikgeschäft sind auch viele ältere Leute, die immer noch eine Band bei MySpace anhören, obwohl das seit Jahren ein sterbender Supertanker ist. Im Gegensatz dazu finde ich Backstage PRO total super, insbesondere für den deutschsprachigen Raum. An Facebook kommt man als Band, seien wir ehrlich, kaum vorbei und dann noch Last.fm, das reicht im Grunde. Wichtig ist allerdings, auf allen Seiten dieselben Songs, dasselbe Bild und denselben Avatar zu haben, damit die Band als Marke erkannt wird. Außerdem sollte ein Profil auf die anderen verweisen, um sie ringartig miteinander zu verknüpfen.

Sollten Bands ihre Profile häufig aktualisieren und mit neuen Inhalten wie Songs, Videos, Berichten oder Erlebnissen anfüllen?

Wenn man nur einmal pro Monat etwas postet, dann geht das sehr schnell unter, also sollte man häufiger ein Lebenszeichen senden, aber ein gehaltvolles. Ich sehe häufig Postings, die nur aus einem Wort bestehen so wie: "Eurovision Song Contest!" Soll ich dann klicken: "Gefällt mir!" oder soll ich schreiben "Du bist nicht ganz gescheit!"? Es geht nicht darum zu twittern, nur damit man ein Tweet raushaut.

Du betreibst aktuell auch ein Label namens Waggle Daggle, das du aber zum Jahresende einstellen wirst. Warum?

Ende des Jahres sind 10 Jahre voll und mich lockt es, andere Aufgaben zu übernehmen.

Warum dieser Schritt? Wenn das Label boomen würde, dann würdest du doch damit nicht aufhören?

Selbst wenn das Label boomen würde, dann würde ich mir dennoch jetzt eine neue Aufgabe suchen. Waggle Daggle war nie ein Label, das wirtschaftlich funktionieren musste. Ich habe immer nur mit Bands gearbeitet, die mir persönlich gefallen, unabhängig von den Marktchancen. Vielen Bands hat das Konzept sehr gefallen und mit denen sind wir auch über die Promo-Agentur weiterhin zusammenarbeiten werden. Es gibt keine finanziellen Probleme, keine Pleite, kein Streit über Gewinne. Das Label hat sich immer selbst getragen. Es ist nur einfach so, dass wir uns alle verändern und weiterentwickeln und ich bin an einem Punkt, wo ich gerne etwas Neues angehen würde.

Vielen Dank für das Gespräch!

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David Timsit
David Timsit (Sänger, Gitarrist, Producer bei Mirrored In Secrecy, Inhaber bei Isaac Visions): Promo ist ganz einfach: Du buchst eine Anzeige und schon bekommst du Interview & Rezension. Du buchst keine Anzeige = kein Interview und keine Rezension.
16.06.2012, 08:37 Antwort mit Zitat
Ralf
Ralf : @David ... so kann man das nicht zu 100 % sagen ... sicherlich fördern Anzeigen und Verlosungen die Chance, dass ein Interview und eine Rezi gemacht wird, aber es geht auch immer noch anders ...
20.06.2012, 00:15 Antwort mit Zitat
David Timsit
David Timsit (Sänger, Gitarrist, Producer bei Mirrored In Secrecy, Inhaber bei Isaac Visions): Ich würde da nicht von "Chancen" sprechen. Ohne konkret zu werden - aber eine enorme Anzahl der Magazine koppeln Berichterstattung mehr oder weniger direkt mit Anzeigenverkäufen. Oft wird sich gar nicht mehr um Diskretion bemüht (es ist ja grundsätzlich (...) Mehr anzeigennicht legal), sondern direkt bei der ersten Kontaktaufnahme so angeboten. Es sei denn es handelt sich um echte Aufhänger-Themen - dann ist das Gefälle natürlich anders herum. Der Print-Bereich hat ein echtes Problem mit einbrechenden Verkäufen und Dumping bei Anzeigenbuchungen. Diese Unarten im Anzeigenverkauf sind ja nicht die einzige daraus resultierende Unprofessionalität. Freie Mitarbeiter werden kaum noch selektiv ins Boot geholt. Mitmachen kann wer es für lau tut und schon mal einen Artikel jeglicher Qualität für Online-Magazine vorweisen kann. Journalismus? WTF? Die Akademiker kommen eh nur mit Honorar-Vorstellungen und Berufs-Ethik an. Kann in der Praxis niemand brauchen. Im Moment können Musiker noch nicht vollständig auf die verbliebene Rest-Reputation verzichten, welche ihnen durch ein stattfinden in div. Print Mags zuteil wird. Allerdings schaffen es immer mehr Bands sich einen überregionalen Status über Livegigs, Social Media, Blogs etc. zu erarbeiten. Das hat zwar auch seine Grenzen ohne die klassischen Plattformen und Verwertungsmaschinen - gerade in konservativeren Subkulturen - aber es ist eine gute Ausgangsbasis um den Spieß umzudrehen und sich aufzudrängen.
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20.06.2012, 02:39 Antwort mit Zitat
Markus Biedermann
Markus Biedermann (Redaktion, Mannheim): @David: deine Aussagen lasse ich nicht für unsere Redaktion gelten, aber ich lese hoffentlich richtig heraus, dass du dich vornehmlich auf Erfahrungen beziehst, die du mit Print-Magazinen gemacht hast. Aber gerade wenn es sich um so persönliche Erfahrungen (...) Mehr anzeigenhandelt, ist's manchmal besser, die noch konkreter zu beschrieben. Sonst wirkt das so wie es jetzt ist doch recht pauschal. Man könnte den Spieß auch umdrehen und fragen, was dieser Eindruck, den du vermittelst, an Rückschlüssen über die Qualität deiner eigenen Tätigkeit im Bereich PR aussagt. Wir haben zum Beispiel noch nie eine Nachricht von Isaac Visions an unsere Redaktion erhalten. … ;)
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20.06.2012, 11:26 Antwort mit Zitat
David Timsit
David Timsit (Sänger, Gitarrist, Producer bei Mirrored In Secrecy, Inhaber bei Isaac Visions): Ich habe erst kürzlich bei euch ein Promo-Package gebucht. Als Kunde freut man sich ja dann doch immer wieder, wenn sich an einen erinnert wird. Du wirst sicher verstehen, dass ich an dieser Stelle nicht konkreter werden kann. Allerdings wird dir ein (...) Mehr anzeigenBlick auf meine verschiedenen Tätigkeitsfelder verraten, dass ich meine Erfahrungen nicht aus einer einseitigen Perspektive heraus gemacht habe. Ich kann den Wunsch nachvollziehen eine positive und konstruktive Sichtweise zum Thema zu bewahren, vor allem wenn man selbst in redaktionelle Tätigkeiten eingebunden ist, allerdings sollte man die Augen nicht vor den Tatsachen verschliessen. Für junge Künstler oder kleinere Labels kann es sinnvoller sein auf den Apparat zu verzichten, dadurch viel Geld zu sparen und das Gefühl von Integrität zu bewahren. Das setzt mehr Ressourcen und Energien frei als ein zwanghaftes und eingekauftes mitschwimmen mit Institutionen, die eh in absehbarer Zeit den Dinosaurier-Tod sterben, wenn sie sich nicht neu erfinden.
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20.06.2012, 15:33 Antwort mit Zitat
Markus Biedermann
Markus Biedermann (Redaktion, Mannheim): Ich habe keine Ahnung von dem Promo-Package. Hier sind Redaktion und Vermarktung in diesem Sinne getrennt. Niemand sagt, dass alles überall perfekt sei und ich wollte auch keine konkreten Namen von dir hören. Nur eine genauere Beschreibung dessen, (...) Mehr anzeigenwas dir widerfahren ist und zu der Einschätzung mit der "enormen Anzahl" geführt hat.

P.S.: Pressemeldungen/infos bitte an: redaktion@regioactive.de
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20.06.2012, 16:04 Antwort mit Zitat
Ralf
Ralf : ich kann aus meiner Tätigkeit berichten, dass es sicherlich "schwarze Schafe" sowohl Offline als auch Online gibt, aber es gibt mit Sicherheit genügend Magazine und Fanzines, die gerne und bereitwillig über Bands berichten, Reviews schreiben oder (...) Mehr anzeigenauch mal ein Interview führen ...
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20.06.2012, 16:15 Antwort mit Zitat
Doc Crisis
Doc Crisis (Bassist bei INFIGHT, Booking bei DANGEREUX BOOKING):
Antwort zum Kommentar von David Timsit (16.06.12, 08:37): "Promo ist ganz einfach: Du buchst eine Anzeige und schon bekommst du Interview & Rezension. Du buchst (...) Mehr anzeigenkeine Anzeige = kein Interview und keine Rezension.
"
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Lieber David, also so wie Du das darstellst, mag es sicherlich im Printbereich teilweise vorkommen. Allerdings läuft das ja nicht ausschließlich so. Vor allem Blogs und E-Zines arbeiten meistens definitiv nicht so, die funktionieren ja oft auch auf (...) Mehr anzeigeneiner ehrenamtlichen Basis, selbst große Blogs. Bei den Radios trifft es auch nicht zu das man sich mit Werbung einkaufen muss, auch hier wird oft ehrenamtlich gearbeitet, bedenke alleine die ganzen Uni-Radios.
Selbst bei Print gibt es viele Magazine und Fanzines die Newcomerbands featuren, über Sie berichten ohne das Anzeigen gebucht werden müssen. Natürlich gibt es dann nicht 6 Seiten Interview und Foto auf Titelblatt.... In gewisser Weise ist dieses Vorgehen auch nachvollziehbar schließlich müssen die Magazine auch überleben. Gilt vor allen Dingen für die Umsonst-Magazine... Unserer Erfahrung nach kann man aber durch persönliche Kontakte in Verbindung mit qualitativ hochwertiger Musik auch im Print was erreichen. Daher können wir von meandmyfriends Deinen Standpunkt zwar verstehen aber eben nicht vollständig teilen. Generell kannst ja auch davon ausgehen, dass ein interessantes Produkt, also gute Musik bzw. eine spannende Band auch für den Printbereich interessant sind wenn an anderen Stellen viel Berichterstattung läuft. Unter diesem Aspekt kommt es ja auch auf die Pressestrategie an mit der man vorgeht. Wer 100 physische Bemusterungen einer unbekannten Band an alle relevanten Redakteure rausballert und dann auf Reviews und Interviews in Massen hofft wird sehr wahrscheinlich enttäuscht. Legt man aber erst mal im Bereich Online/Radio los, kann man u.U. viel mehr reißen und die entsprechenden Ergebnisse nutzen um im Printbereich ein stärkeres Interesse erzeugen.... Denke Du weißt ja selbst wie es läuft ; )
Bestes Chris (meandmyfriends)
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21.06.2012, 10:17 Antwort mit Zitat
David Timsit
David Timsit (Sänger, Gitarrist, Producer bei Mirrored In Secrecy, Inhaber bei Isaac Visions): Ich habe zu den Online-Medien keine abweichende Meinung. Blogs, E-Zines und Online-Radios gehen mit sehr viel Leidenschaft an die Sache. Nicht immer mit der gebotenen Professionalität, dafür mit der Neugier und Begeisterung, die man mit der frühen (...) Mehr anzeigenFanzine- & Print-Kultur vergleichen kann. Gegenstand meiner Kritik sind vielmehr Medien, die von ihrer Arbeit exisitieren müssen - in diesem Segment muss man eine zunehmende Radikalisierung hinsichtlich der Methoden des Borterwerbs feststellen. Und das tut langfristig niemandem gut.
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21.06.2012, 15:43 Antwort mit Zitat
Doc Crisis
Doc Crisis (Bassist bei INFIGHT, Booking bei DANGEREUX BOOKING):
Antwort zum Kommentar von David Timsit (21.06.12, 15:43): "Ich habe zu den Online-Medien keine abweichende Meinung. Blogs, E-Zines und Online-Radios gehen mit (...) Mehr anzeigensehr viel Leidenschaft an die Sache. Nicht immer mit der gebotenen Professionalität, dafür mit der Neugier und Begeisterung, die man mit der frühen Fanzine- & Print-Kultur vergleichen kann. Gegenstand meiner Kritik sind vielmehr Medien, die von ihrer Arbeit exisitieren müssen - in diesem Segment muss man eine zunehmende Radikalisierung hinsichtlich der Methoden des Borterwerbs feststellen. Und das tut langfristig niemandem gut.
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Klar da hast natürlich recht, die Entwicklung ist nicht schön und generell nicht gut. Hast ja auch geschrieben das sich die Frage stellt ob die entsprechenden Medien längerfristig überhaupt behaupten können. Das bleibt an der Stelle natürlich abzuwarten. (...) Mehr anzeigen Meine private Meinung dazu und über die Relevanz dieser Medien möchte ich hier jetzt auch nicht breit treten... Denke aber das man generell die "dicken Fische" unter den Printmedien, die so wie du es beschrieben hast verfahren, auch nicht überbewerten sollte. Ich kenne Beispiele für Bands die sehr erfolgreiche Pressekampagnen gefahren haben, ohne Anzeigen zu buchen und ohne in einem der dicken Magazine gelandet zu sein. Bei denen lief das dann vorwiegend über Radio/Web aber auch über die ein oder andere mittlere/größere Tageszeitung im Kulturteil. Es gibt natürlich auch andere Beispiele da sind in den gängigen Magazinen gelandet und haben dafür keine Anzeigen buchen müssen.... Nochmal ein anderes Beispiel sieht so aus, dass es Kampagnen gibt bei denen Anzeigen in Magazinen gekauft wurden, die Berichterstattung aber ausgeblieben ist. Promo läuft halt wie alle Sparten im Musicbiz mal mehr mal weniger "schön" und fair ....
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21.06.2012, 17:14 Antwort mit Zitat

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