Der deutsche Streaming-Anbieter simfy schränkt seinen freien, werbefinanzierten Service ein, bei dem die Nutzer bisher monatlich mehrere Stunden kostenlos Musik hören konnten. Interessant an diesem Schritt ist vor allem die Begründung.
Künftig können "simfy Free"-Nutzer, die bereits mehr als 2 Monate dabei sind, alle Songs nur noch für 30 Sekunden anspielen. Auf dem offiziellen Blog, wo diese Entscheidung in den Kommentaren vorwiegend heftigen Gegenwind erfährt, schreibt das Unternehmen:
"Unser Antrieb ist, simfy für euch jeden Tag noch besser zu machen. Genauso wichtig ist uns, sicherzustellen, dass Künstler auch in der digitalen Musikwelt fair entlohnt werden."
Erst vor kurzem hatten wir uns mit den Vergütungsmodellen der Streaming-Anbieter beschäftigt, was zu einer kontroversen Diskussion auf Backstage PRO führte. Allgemein dürfte eine bessere Vergütung der Streams aber durchaus willkommen sein. Gleichzeitig jedoch bietet der simfy-Konkurrent spotify weiterhin sein rein werbefinanziertes Streaming-Modell an.
Nimmt simfy hier also nur eine unausweichliche Entwicklung vorweg? Oder ist das umgestaltete Angebot ein Zeichen für simfys Kapitulation gegenüber der Konkurrenz und steht das Ende des deutschen Anbieters kurz bevor? Fest steht wohl nur eines: Für weitere Überraschungen wird der heftig in Bewegung befindliche Streaming-Markt gewiss sorgen.
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ersickern. Schade, Deutschland!
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