Es ist das Dauerbrenner-Thema schlechthin: Pro und Contra GEMA. Wir wollen hier euer Feedback sammeln und Gelegenheit zum öffentlichen Diskurs geben.
Nicht nur die bekannte Petition aus dem Jahr 2009 wirkt bis heute nach. Auch 2010 und bestimmt auch im kommenden Jahr gab und wird es wieder Anlässe geben, dieses vielfältige Thema zu besprechen. Egal wo, egal wann, vom Revolverblatt bis zur großen Tages- oder Wochenzeitung, von der (Pop Up bis zur Popkomm/all2gethernow, immer wieder steht "die GEMA-Diskussion" im Mittelpunkt... Die Streitgespräche und Publikationen zeigen vor allem eines: Das Thema ist hochkomplex, die Standpunkte auf allen Seiten oft verhärtet, wenige bis keine Lösungen zur Zufriedenstellung aller involvierten Individuen und Gruppen sind in Sicht.Auch die Bandcommunity auf regioactive.de bildet das komplette Spektrum der möglichen Sichtweisen ab: Vom jungen Anfänger-Musiker, der von Stichworten wie "Rechteverwertung" bisher nur am Rande gehört hat, bis hin zu den Extrempositionen der "Gema-Verfechter" und "Gema-Verweigerer" – beides Lager, in denen sich professionell agierende Bands finden und sich die Musiker bewusst für ihr jeweils individuelles Vorgehen entscheiden, was ihre Karriereschritte angeht.
► Tipp: Gema, GVl & Co. – Musikbusiness mal ganz einfach mit der simpleshow!
Der jüngste Auslöser einer Diskussion auf regioactive.de: Die Entscheidung unseres Teams, den Musikmesse-Sampler "audiosurf" erneut als gemafreies Werk zu konzipieren. Doch abgesehen von konkreten Anlässen gibt es in der Hauptsache ganz grundsätzliche Standpunkte und Problemstellungen:
Ist die Verwertungsgesellschaft GEMA ein lahmer, überkommener Riese, der nicht zum Wandel der Zeit passt bzw. sich nicht adaptiert, oder der unverzichtbare Standard, an dessen Statuten und Vorgehen sich alle zu orientieren haben? Wie müsste sich die GEMA wandeln, so dass auch Nicht-Mainstream-Mitglieder wieder vermehrt von den Strukturen profitieren können? Haben die GEMA-Mitglieder ausreichend Mitbestimmungsrechte? Sorgt der Verein für ausreichend Transparenz seinen Mitgliedern, aber auch Dritten gegenüber? Ab welchem Zeitpunkt der Bandkarriere scheint es sinnvoll zu sein, der GEMA beizutreten? Welches sind bestehende alternative Vorgehensweisen zur GEMA-Mitgliedschaft?...und vieles mehr. Kurzum: Was muss sich ändern, was muss bestehen? Wie lautet euer Feedback zum Status Quo?
Schreibt über eure Erfahrungen und gebt euer Feedback im
Kommentarbereich dieses Artikels! Wir freuen uns über zahlreiche Meinungen.

56 Kommentare vorhanden - Vorherige Kommentare zeigen
Dazu habe ich ein paar Gedanken aufgeschrieben.
?Jung ein Musiker, alt ein Bettler?
Wie schätzen Sie Ihren Marktwert ein? Mit ?Bauchgefühl?, nach den Gagenforderungen
Ihrer Mitbewerber? Oder ermitteln Sie ihn nach Ihren tatsächlichen Kosten?
Natürlich steht es jedem Künstler frei, ob er sich bzw. sein Produkt für ?lau?, eine warme
Suppe oder kostendeckend anbietet.
Kein Handwerker, egal ob Dachdecker oder Toilettenrohr-Reiniger arbeitet für ein Trinkgeld
oder gar umsonst. Anfahrtpauschale - eine Selbstverständlichkeit ? auch für den Kunden.
Und was machen viele Musiker? Ist deren ?Arbeit? nichts wert?
Ich kenne viele Musiker, teils sogar mit Hochschul- oder Konservatoriumsabschluß, die bei
Gagenverhandlungen und vor dem Markt - also Booking Agenturen, Gastronomen oder
Firmenentscheidern - dastehen wie das Kaninchen vor der Schlange und sich nicht angemessen
verkaufen können.
Geldgierig?
Nein ! Mir fehlt nur die Bereitschaft zur einseitigen Verteilung des gesamten Kostenrisikos.
Allein auf die Hoffnung,
- an der Abendkasse doch noch genügend Gäste vorzufinden,
- oder sog. ?Hutgagen?, bei denen ein undefinierter Obolos zusammengebettelt wird
will ich mich nicht verlassen.
Ein wichtiger Schritt: kostenorientierte Preisbildung
Das beigefügte Kalkulationsmodell kann als Grundlage für die Preisfindung dienen.
Meine Bespielrechnung ist für ein Musiktrio mit unterschiedlich langer Auftrittsdauer entwickelt.
Natürlich steht es jedem Künstler frei, höhere Gagen über seinen Gestehungskosten durchsetzen ?
z.B. nach einem imaginären Marktwert.
Und fallls ein Künstler weniger Gage verlangt als seine Gestehungskosten, weiß er anhand einer
sauberen Kalkulation wenigstens, wieviel er pro Auftritt draufzahlt. Oder als vermeintliche
Promotion investiert.
Letztlich ist es für die Verhandlungen mit Gastronomen, Locations, Agenturen, etc. hilfreich zu wissen,
- ab welchem Gagenbetrag decke ich meine Kosten?
- Handelt es sich bei meinem künstlerischen Handeln um ein Hobby ohne Gewinnerzielungsabsicht?
- Wie hoch sollte z.B. eine Spendenbescheinigung für einen Benefiz-Auftritt sein?
Mitbewerber-orientierte Preisbildung
Ein Konkurrent = Mitbewerber bietet seine Dienste z.B. für € 500 oder € 1000 an und Sie
unterbieten ihn angenommen um € 100.
Das kann im Rahmen einer Kampfstrategie zur Gewinnung von Marktanteilen sinnvoll sein.
Letztlich ist ein solches Vorgehen bei Gewinnerzielungsabsicht auf Dauer jedoch kaum haltbar.
Achtung ? Sonderpreise oder Preisnachlässe
Viele Marketing-Experten warnen, allein über den ?Preis? zu verkaufen. Denn: ist der Preis einmal
am Boden, ist es immer schwierig, diesen wieder auf Kostendeckungsniveau anzuheben.
Außerdem bekommt man beim Anbieten unterschiedlicher Preise im gleichen Marktsegment leicht
in den Ruf der Unseriosität.
Jeder Künstler, ob Profi oder Hobbykünstler trägt mit einer seriösen Preis- und Konditionenpolitik
zum seinem guten Ruf und seinem Ertrag bei ? aber auch ein bißchen zu dem einer ganzen Branche.
Rechenfähige Excel-Datei auf Anfrage
Und sonst?
Natürlich gehören zu einem erfolgreichen Produkt ebenso die
- Produktpolitik
- Distribution (Vertrieb)
- Promotion (Werbung, Öffentlichkeits- und Medienarbeit)
- als Bandchef soziale Kompetenz (Führungskraft = Führungsqualität)
? und stets auch ein ?Glückliches Händchen?
Klang & Bilder
www.sonimages.de
86368 Gersthofen ? Tel. 0821/4534367 ? sonimages@arcor.de
Ansprechpartner: Hans-Rainer Mayer
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- Ein Verlag lohnt sich nur, wenn man selber nicht aktiv seine Gemasachen ausfüllen will (kostet aber dementsprechend 33-40 % der Einnahmen.)
- Die Brotkrumen liegen bei einem airplay (...) Mehr anzeigenbei einem öffentlichrechtlichen Radiosender bei etwa 16 Euro pro play an den Urheber. Der Sender zahlt eine Pauschale, sprich, wenn ihr euer Airplay nicht abrechnet gehts in den großen Topf
- Eine show bringt etwa 35,- Euro, wenn ihr häufiger spielt und nicht nur in eurem PLZ Bereich. (Auch hier kriegt jeder Urheber erstmal gleichviel, - die Menge macht es.Nur wird Udo Jürgens einfach viel öfter aufgeführt als Komposition xy)
Mitglied werden lohnt sich natürlich nur, wenn ihr davon Leben wollt, ansonsten Freistellung beantragen, dann lassen die euch auch mit der Gema Vermutung in Ruhe. Ansonsten schütz die Gema NICHT das Urheberrecht sonder das Gesetz, Schöpfungshöhe wurde schon angesprochen, Coversongs auch.... Die Gema schüttet im Jahr etwa 750 Mill. Euro aus und zwar im gleichen Schlüssel an die Mitglieder (egal ob man ordentliches Mitglied oder nur angeschlossenes ist.) Der Verwaltungsaufwand beträgt zurzeit etwa 150 Mill. Euro. (Zum Vergleich: Die GEZ zieht jedes Jahr etwa 7,5 Milliarden ein) Wer kein Gema Mitglied werden will, sollte es lassen, zjmal wenn er wirklich kaum airplays kriegt und selten live performt! Aber bitte nicht immer die alten Leier soielen mit: die Großen sind gemein zu uns Kleinen! Das ist nichr wahr sondern vereinfacht nur die Weltsicht!
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zB. die Halle hat 300 m2 und ihr schließt einen Vertrag mit dem Betreiber von 97 m2 Nutzung ab. Müsst ihr auch nur die 97 m2 bezahlen bei der GEMA. Der Raum muss dann aber auch abgeteilt vermietet werden. Eine Bestätigung des Betreibers der Halle reicht für die GEMA aus!Die GEMA versucht auch die GVL mit ins Spiel zu bringen wenn ihr Tonträger die GEMA Plichtig sind bei Live Konzerten abspielt. Hier empfehle ich euch GEMA freie Bands abzuspielen , diese dann auflisten und der GEMA mitteilen. Dann habt ihr auch wieder Geld gespart. Ja aus der Erfahrung her kommen immer weniger Besuchen zu den live Konzerten. einige Bands wollen das nicht für Wahr haben aber es ist nun mal so wie es ist!Die Leute haben kein Geld mehr, suchen sich nur noch gezielt ihr Event aus und oben drauf kommt noch das überangebot an Medienfluss im Netz sowie in den Printmedien.
Es kann auf dauer solch ein Überfluss nicht mehr Standhalten, da es sonst zu vielen Band Auflösungen kommt.Das hat wieder zur folge das viele Musikschulen zu machen müssen. Fusionen von Printmedien sowie in diesen Medien Regionale (Nach Postleitzahlen) Eventkalender sind wünschens Wert!Diese sollten kostenlos sein.
Guß Jens M
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es sollte hier aber eigentlich nicht um kindergärten gehen. es muß egal sein, wer der dritte ist, der das werk fremder urheber kommerziell nutzt. ob das kindergärtenträger im rahmen ihres betreuungskonzeptes sind, oder konzertveranstalter im rahmen ihres veranstaltungskonzeptes, ist wurst. die nutzung fremder leistung gehört vergütet, sofern die urheber die früchte ihrer leistung nicht verschenken. es sind sicherlich einige gründe denkbar, dies zu tun. im rahmen eines geschäftsmodells ist es aber hochgradig unvernünftig.
das problem an der debatte ist doch, daß früher oder später die underground-kommerz-keule kommt. als musiker steckt man immerzu geld in die qualität seines werkes und nimmt abstriche in der lebensqualität in kauf, um diesen full-time-job adäquat durchzuziehen. das wird gern ausgeblendet vom otto-normal-verbraucher. jeder hört gern musik, niemand zahlt gern dafür. stehst du auf der bühne, wird dir zugejubelt. sieht man dich aber ins arbeitsamt spazieren, weil sich geregelte arbeitszeiten nicht mit dem terminplan eines musikers in einklang bringen lassen, giltst du als fauler sozialschmarotzer. und wenn du versuchst, aus der eigenen leistung das maximum herauszuholen, eben auch über zweitverwertung, dann stehst du wieder als gieriger kommerzhansel da.
mir geht das zunehmend auf den keks. ich verurteile niemanden, der auf die gema-mitgliedschaft verzichtet. aber ich wünsche mir, daß nur ein einziges mal eine solche debatte ohne die zu kurz gedachten moralkeulen auskommen möge. daß wir als musiker hier nicht ständig in die ignorante/naive otto-normal-verbraucher-perspektive fallen, denn wir haben doch alle mehr oder weniger den einblick in die härte des geschäfts, oder etwa nicht?
in der diskussion um den audiosurfsampler letztens hieß es, ich würde die gemaboykotteure als hobbymusiker herabwürdigen, weil ich schrieb, daß der ausschluß von gemakünstlern jene bestrafe, die den weg der kommerziellen verwertung auf eigene faust gehen und nicht darauf warten, daß ein plattenvertrag ins haus flattert. es dauerte auch nicht lange, da wurde ich als konservativ bezeichnet, als jemand, der quasi mitschuld am niedergang der musikkultur sei, was immer das heißen soll.
das ist das klima, in dem wir uns mit dieser diskussion immer wieder bewegen. es scheint schlichtweg nicht möglich, zu erörtern, wann sich eine gemamitgliedschaft rein objektiv betrachtet lohnt, ohne irgendwelche nebenkriegsschauplätze ständig mitnehmen zu müssen, wie den internen verteilerschlüssel der gema (großverdiener versus kleinverdiener) oder die kinderliedersache (kitas versus gema versus kultusministerien). das spielt doch alles objektiv gar keine rolle für uns musiker! wer prinzipielle skrupel hat, geld für die verwendung geistigen eigentums zu kassieren, der kann ja für sich die gewissensentscheidung treffen und die zweitverwertung boykottieren. aber bitte nicht verlangen, daß jeder andere auch auf den zug aufspringt und auf die oft notwendigen einnahmen über tantiemen verzichtet! ich verlange als überzeugter vegetarier und nichtraucher ja auch nicht von euch die totale askese, nur weil ich so ideologisch ticke.
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Ich hasse GEMA und kann (...) Mehr anzeigenauch ohne diesen Verein gut von meiner Musik leben, was ich tue. Meine Musik steht unter CC-BY-NC-SA im meisten fall. hin und wieder auch CC-PD und manchml auch CC-BY-ND. Aber niemals wird jemand abgemahnt, weil er meine Musik mag. Ich finds nämlich toll, wenn man mich mag. Und Geld verdiene ich mit Konzerten und anderen Aktionen und ich kann sehr gut davon leben :)
FUCK GEMA! O.o das war nicht mehr so produktiv, sry...
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wenn also abmahnanwälte urheberrecht mißbrauchen, dann sagt das viel über den anwalt und wenig über das urheberrecht, geschweige denn dessen wahrnehmungsinfrastruktur aus. es sei denn natürlich, man kennt sich nicht mit dem deutschen recht aus und denkt, daß der anwalt direkt von der gema angeheuert wird bzw. im auftrag der gema handelt. die gema ist nur verwalter, kein rechteinhaber. ein abmahnanwalt wird im auftrag des urhebers aktiv, und kann das in ausübung ohne geschäftsauftrag auch ohne wissen und billigung des urhebers tun. beschwert euch darüber beim gesetzgeber!
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leider bin ich kein Rechtsanwalt(mit diesen stehe ich auf Kriegsfuß)
Da ich selber Veranstaltungen mache habe ich mich mit dieser Materie beschäftigen müssen. Von meinem Renomierten "e.V." wurde ich diesbezüglich auch nicht (...) Mehr anzeigenunterstützt, also schuate ich ich selber nach. Es geht in diesem Staat nur um Verträge. Somit bin ich auch mit der GEMA angeeckt und kann euch sagen das ich dieses Ergebniss erzielt habe wie ich es beschrieben habe.
Ich supporte noch eine weitere Heavy Metal Band die in der GEMA ist!
Ja nun sind wir am herraus finden was nun besser ist. KL nicht in der GEMA und MR in der GEMA.
Das Ergebniss von 2010 müssen wir abwarten, da noch die GEMA Ausschütungen ausstehen. Andere Bands habe auch die schnautze voll, von der GEMA. Bezüglich Videos ins Netz setzen habe ich mit den "KL" weniger Probleme als wie mit den "MR" da sich viele Seiten Besitzer von der GEMA abwenden und den Bands selber die Zahlungen aufgedrückt werden.Dazu werden wir dann auch noch mehr bringen in der Zukunft. Was nützt das Urheberrecht wenn die Bands immer nur selber zur Kasse gebeten werden.
Ja wir werden sehen was unsere Erfahrungen bringen für die Musikszene mit der GEMA und nicht GEMA, das geht auch nur wenn man sich selber damit beschäftigt und lernt am live Sektor und nicht in der Theorie. Also last es laufen und wir werden sehen was da raus kommt.
Abschließend wird noch mal gesagt , was will die Petition überhaupt bezwecken? Weiß das einer von euch genau? Sowie ich das hier jedes mal lese kann ich kein Konzept erkennen , sondern nur wieder Verwirrung. Es scheint wenn einer GEMA ließt "scheißen sich alle in die Hose" was soll der Käse. Fakt ist, die dürfen nicht in einen Vertrag eingreifen!Lasst euch nicht durch lange Klauseln verwirren , es geht immer um der Kern der Sache!
fetten Gruß
Jens M
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Gagen haben hier gar nichts mit dem Thema GEMA zu tun und die 16 Euro für ein Airplay ist wohl nicht so ganz richtig. Man müsste da schon genau bestimmen, (...) Mehr anzeigenwelche Art von Airplay das ist. Ich glaube nicht, dass ich 16 Euro bekomme, wenn ein Internetradio aus Holland oder sagen wir mal Thailand einen meiner Tracks spielt.
Hier hat die GEMA sofort verloren und es gibt keine 16 Euro.
Die Idee der GEMA ist absolut wichtig und richtig, aber die Umsetzung ist nicht korrekt.
Wiederhole kurz die Essenz dazu:
Man bekommt sehr häuffig gar keine Airplays oder Gigs, wenn man GEMA Mitglied ist und auch oft ne Absage eines Labels, da nur GEMA freie Künstler aufgenommen werden.
Die REICHRECHNEREI ist schon wieder eine sehr einseitige Darstellung und klare Verzerrung der wirklichen Realität am Musik Markt.
1. Echte Künstler kommen nicht mehr an den Zug bei Major Labels.
2. Nur Major Labels platzieren Musik bei den grossen Radio & TV Sendern, wo echte GEMA Ausschüttungen möglich sind.
3. GEMA Mitglied zu sein ist in sehr vielen Fällen sogar hinderlich für ein Weiterkommen.
Ich bitte noch einmal um eine klare Musterrechnung und der vorgegangene Kommentar, dass dies sehr kompliziert sei, zeigt doch schon oberdeutlich, wo der Wurm drin steckt.
Alles wird so kompliziert gemacht, dass ja keiner mehr nen Durchblick hat und man nur noch Danke sagt, wenn man dann 16 Euro bekommt.
ps. "Wer hat denn bestellt, dass ein Radio 20x Madonna oder 15x Udo Jürgens spielt?" - Ich nicht.
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Wenn man nur Madonna zu hören bekommt, dann kann einem ja gar nichts anderes gefallen!
Radio und TV sollten im Grunde dafür verantwortlich sein stetig neue Musik zu präsentieren und zwar (...) Mehr anzeigenviel weiter gestreut. Wiederholung sollten wirklich nur in Top 10 shows stattfinden. Da würde plötzlich sehr viel Platz frei werden für UNS ALLE!
Wer Madonna dann 20x am Tag hören will, soll das für sich selbst machen und den Track schön kaufen.
Wer UNSERE Musik nicht hört, kann sie auch nicht kennen und somit haben wir den Teufelskreis klar definiert.
Die GEMA ist nur ne Kassiermaschine, aber wie das kassierte Geld verteilt wird und die beschriebene Manipulation durch Media ist doch klar der Knackpunkt.
Habt Ihr ne Antwort darauf?
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"Basierend auf die erwähnte 16 Euro Airplay Ausschüttung mal folgendes Beispiel."
1 Airplay pro tag bei 1 Radio für 16 Euro = 16 euro x 365 tage = 5840 EURO
Klingelt es nun endlich in Euerem Oberstübchen?
Dann (...) Mehr anzeigenmacht Euch mal auf die Suche nach nem Radio, der einen Track einmal pro Tag für ein Jahr spielt.
Wie viele Radio Sender gibt es denn, wo deren Sendung 16 Euro bringt?
Wie viele Tracks können die spielen pro tag, basierend auf 24 Stunden Sendezeit?
Ich glaube, wir haben wir den KERN des Problemes klar ermittelt und nun stehen wir an der Wand. Die GEMA ist nicht schuld, aber Sie spielt das dunkle Spiel mit und macht sich somit mitschuldig.
Gebt mir 1 Airplay bei einem Radio pro Tag und das für ein Jahr und ich hab 6000 Euro in der Tasche... Quasi 500 Euro pro monat und davon könnte ich schön immer neue Instrumente kauffen.
Es sollte also ein Airplay Limit geben, wie ich das sehe. Kein Künstler sollte über eine gewisse Anzahl kommen pro Track und Tag, sonst wäre das Marktmanipulation, was es ja im Moment ist.
MACHT PLATZ AUF DEN SENDERN FÜR ALLE !!!
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geld über die gema macht man als künstler mit kleinem und mittlerem bekanntheitsgrad (...) Mehr anzeigensicherlich nicht über airplay. das beispiel mit den 16 euro pro gespielten song dürfte mit einem sender mit großer reichweite gerechnet sein. übrigens wird bei ariplay sekundengenau abgerechnet, also sind musterbeispiele hier wirklich schwierig. genauso schwierig wie prognosen über die zu erwartende telefonrechnung, weil nicht bekannt ist, welche gespräche zu welcher urzeit zwischen welchen netzen stattfinden. trotzdem spricht das nicht gegen das benutzen eines telefons
das größte tantiemenaufkommen ist für unsere reichweiten über konzerte zu erwarten. das zweitgrößte über mechanische vervielfältigung (inklusive m-aufschlag - ca. verdopplung des tantiemenaufkommens -, exklussive nicht zurückfließender lizenzkosten bei eigenpressung - oft ca. 40% der gesamtsumme - zahl ist geschätzt).
da konzertlocations mit regelmäßigen auftritten besser fahren, wenn sie einen pauschalvertrag mit der gema abschließen, hält sich die "verschlossene tür" in grenzen.
einen labelvertrag sollte man übrigens nur unterzeichnen, wenn es sich finanziell und logistisch lohnt. das ist genau wie mit der gema. ein label, dessen logistik schon zusammenbricht, weil der posten der zweitverwertung dazukommt, wäre mir als partner erstmal suspekt. immerhin kann das label bei der gema auch mitverdienen, wenn es beispielsweise einen angeschlossenen vertrag gründet. das wäre ein win-win-geschäft für beide seiten, ausreichend reichweite vorausgesetzt. aber mal ehrlich, warum sollte man einen plattenvertrag unterzeichnen, wenn die reichweite minimal ist? dann kann man auch gleich die sache selbst produzieren und 100% des kleinen kuchens abbekommen.
schlußendlich stellt sich diese frage auch bei der gema. man muß sowohl finanzielle kosten und gewinne gegeneinander abwägen, als auch die arbeit bzw. den luxus. die gema-bürokratie macht arbeit (mit verlag allerdings gar nicht mehr, bei höherem gewinn), das verwerten auf eigene faust ist praktisch nicht durchführbar. man hat dann entweder so viel arbeit bei so wenig ergebnis, daß es sich schlicht nicht lohnt, oder aber man gönnt sich den luxus und verzichtet eben.
ich schätze übrigens die gema auch wegen ihrer lobbyarbeit. irgendwelche kindergärten werden da gern ins rampenlicht gezerrt, aber kaum jemand spricht von youtube & co. die haben millionenumsätze mit der bereitstellung fremder leistungen, aber lassen die urheber nicht daran teilhaben. das gilt auch für die lächerlichen royalities, die i-tunes & co auszahlen. es ist schon seltsam, daß die gemagegner meist ein loblied auf die mickersummen singen, die sie mit i-tunes etc. verdienen. die gema mache die musikkultur kaputt, aber apple/google/pipapo ist gut. da denken viele einfach mit dem horizont des otto-normal-verbrauchers und sehen nicht, wie der hase läuft.
ich bin grundsätzlich dafür, die diskussion ohne ideologische vorannahmen zu führen. es geht um fakten zu gewinn und verlust durch gemamtigliedschaft und nicht um die rettung der "wahren" musikkultur vor dem "wahren" bösen. sonst landen wir wie gesehen ganz schnell bei zensurphantasien und ähnlichem.
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klar kann ich nen MUSTER TRACK definieren für ne allg. verständliche Musterrechnung.
ein track in sog. Radio Edit länge dürfte bei 3:30 min angesiedelt sein.
wie viel bekomme ich, wenn dieser track bei z.B. (...) Mehr anzeigen Antenne Bayern am Samstag um 21:00 Uhr gespielt wird?
wenn das nicht möglich ist, dann ist eine Mitgliedschaft in einem Verein, der mir nicht sagen kann was es mir unter dem Strich einbringt einen Track zu veröffentlichen und diesem (wie auch immer) bei einem "grossen" Radio Sender einmal Täglich zu platzieren.
Wer hat hierzu ne klare Antwort ???
...ähm ich wüsste da nen Verein... da zahlst du 25 Euro Jahresbeitrag und der macht für dich etwas sehr schwer erklärbares, was dir evtl. diese 25 Euro wieder einbringt und deine Mitgliedschaft verhindert die Aufnahme in kleinen Platten Labels oder nen Airplay bei vielen ebenso kleinen Radio Sendern.
Machst du mit? Hört sich das interessant an?
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die musterrechnung wird komplizierter, wenn du veröffentlichungen hast. es wäre unseriös, hier mit zahlen zu spielen und daraus eine empfehlung zu stricken. du mußt selbst wissen, wie lang deine platte wird, wieviel auflage du machst und wie oft du die so veröffentlichten stücke am ende wieder live spielst. da sich die gema ohnehin so richtig erst mit einem verlag lohnt, empfehle ich wie gesagt, die rechenbeispiele beim verleger einzuholen. das kann doch nun auch nicht so schwer sein, oder?
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Der Veranstaltungsort ist in Thailand und ich bin bei der Deutschen GEMA gemeldet.
Wie mach ich das jetzt zu Geld?
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ansonsten frage ich mich jetzt, wie viele der hier angemeldeten bands wohl noch ausschließlich in thailand auftreten? war jedenfalls eine interessante info, auch in bezug des stils. in deinem fall dürfte der mustersong für airplay vermutlich zu kurz veranschlagt sein, die aussicht auf airplay mit großer reichweite allerdings noch mieser sein als bei pop- und rock-acts. es sei denn, du bekommst es bei space-night im bayrischen dritten unter. dann wird es für dich geld regnen.
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Da werde ich doch mal versuchen jemanden bei der GEMA zu befragen. Bin mal gespannt, wie mir da geholfen wird und wer dazu ne klare Antwort hat.
Wenns zackig geht, dann werde ich meine Erfahrung (...) Mehr anzeigenhier in dieser Diskussion teilen mit Euch.
Spacenight... beim Bayerischen Rundfunk... das wäre doch was! Genau meine Musik und wohl schwer dort rein zu kommen.
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