Bio/Info
2008 entstiegen Mirovia den schäumenden Wogen des Urozeans und verzaubern seitdem mit ihrer psychedelischen Instrumentalmusik. Ihr charakteristischer Sound besteht in dem Wechsel von Melodien zartester Erhabenheit und Momenten tiefgreifender Erregung, bei dem ein Kosmos der schönsten Entfremdung kreiert wird. Die erste EP von Mirovia erschien 2010 und seither haben die Jungs u. a. bereits Bühnen mit den TV Buddhas und Steaming Satellites geteilt. 2012 veröffentlichten sie ihr erstes Album "Welcome to Rodinia". In einer Welt, in der Worte meist nur leeres Gerede sind und jede Bedeutung verloren haben, ist es erfrischend, eine Band zu erleben, welche die universellste Sprache überhaupt spricht – reine Musik.
Bandmitglieder
Maximilian Greiner
Gitarre
Diskographie
Interview
Wann und wie habt ihr angefangen gemeinsam zu musizieren?
2008 haben wir uns zusammengefunden und nach einer längeren Findungsphase erste Gigs gespielt und zwei Songs für einen Sampler aufgenommen. Bald folgten dann mehr Auftritte und unsere erste EP. Inzwischen haben wir sehr intensiv an neuem Material getüftelt und möchten unser erstes Album veröffentlichen.
Was ist das Besondere / Eigene an eurer Musik?
Prima facie der Versuch, unsere Ideen rein instrumental umzusetzen. Dies war nie unsere eigentliche Intention oder bewusste Entscheidung, es hat sich eher so ergeben und entwickelt. Ein paar Sänger und Sängerinnen haben sich an unserer Musik versucht, doch scheint ihr eine Intensität inne, die keinen Gesang verlangt. So lassen wir unsere Instrumente sprechen, um das zu artikulieren, was in Worten nicht sagbar ist. Neu ist dabei, dass wir eigene Strukturen, Melodieführungen und Sounds erkunden, mit denen wir uns von herkömmlichen Instrumentalbands absetzen wollen. Im Fokus ist hierbei immer der Anspruch, abwechslungsreiche Bilder und Klanglandschaften zu generieren, die den Hörer auf eine anspruchsvolle Reise schicken. Wir selbst gewinnen aus Musik viele Einsichten und Erkenntnisse. Ein weiterer wichtiger Aspekt unserer Band ist die Improvisation. Aus ihr gebiert sich ein Großteil unseres Schaffens, damit einher geht auch der Hang zum Experimentellen. In der Improvisation finden wir die nötige Herausforderung und Spannung im Musizieren. So versuchen wir auch live, den Leuten jedes Mal ein neues Erlebnis zu bieten.
Welche Liveclubs könnt ihr aus Musikersicht empfehlen? Warum?
Alle, an denen man freundlich empfangen wird. Wenn das Team stimmt, ist das eine gute Basis für einen gelungenen Auftritt. Sicher haben wir auch schon schlechte Erfahrungen gemacht, aber wir versuchen da unvoreingenommen zu sein. Letztendlich muss die Atmosphäre passen.
Wer ist euer prominentester Fan?
Wahrscheinlich ein sehr guter Freund von uns - Birko. Er ist in dem Sinne prominent, dass er bei fast jedem Konzert von uns dabei ist und mega-mäßig abgeht. Sowas habt ihr bestimmt noch nicht gesehen, sehr eigener Stil. Besonders bei den ersten Gigs, als uns noch niemand so richtig kannte, hat er uns immer Kraft gegeben mit seinen tollen Tanzeinlagen. Leider geht er bald auf eine lange Reise, weswegen wir wohl zukünftig auf seine Unterstützung verzichten müssen.
Auf welchen Fan wärt ihr so richtig stolz? Warum?
Im Endeffekt sind wir froh über jeden, den unsere Musik erreicht und dem sie etwas gibt. Glücklich wären wir, wenn die Leute sich auch auf einer etwas tieferen Ebene mit unserer Musik auseinandersetzen würden, versuchen würden, die Sprache der Instrumente für sich zu interpretieren. Wir denken uns viel bei der Komposition unserer Songs und wenn die Leute das merken würden, wären wir schon zufrieden. Allerdings sind wir keine Band, die ihren Fans alles vorkaut, ein bisschen Eigeninitiative wäre also nicht schlecht.
Was sind eure Lieblingsbands?
MUSE, Tool, Russian Circles, Dyse, Colour Haze, RotoR, Radiohead, Sungrazer, The White Stripes, John Frusciante, Jimi Hendrix, The Black Keys, Kyuss, Guapo, Portishead, The Beatles, Led Zeppelin, Long Distance Calling etc.
Seid ihr ganz zufrieden mit eurem aktuellen Songmaterial? Arbeitet ihr an neuem? Was wird anders?
Wir sind sehr zufrieden mit dem Material, an dem wir zur Zeit arbeiten. Der Song "Xibalbá" hat eine Wende in unserem Songwriting und unserer Herangehensweise eingeleitet. Jeder gibt seinen Teil bei und hoffentlich werden die Songs überzeugen können.
Wo und mit wem würdet ihr am liebsten einmal auftreten?
Wir versuchen schon seit geraumer Zeit mit einer befreundeten Band - Downsidetrip - auf Tour zu gehen. Falls das wirklich zu Stande kommen sollte, würden wir uns riesig freuen!
Wie ist eure Meinung zu BAckstage PRO? Was müsste eurer Meinung nach die ideale Plattform im Netz bieten?
Diese Plattform hat auf jeden Fall ihre Vorzüge. Endlich werden auch die Bands gefördert, die keine Verträge haben (und das sind ja die meisten). Außerdem bietet ihr diesen Bands auch noch die Möglichkeit sich trotzdem zu vermarkten und zu promoten. Am besten ist jedoch, dass ihr den Bands ermöglicht, sich in ein Netzwerk aus zahlreichen anderen Musikern und Locations einzubinden. Die Größenbeschränkungen für Lieder sind allerdings nicht so toll, da wir z. T. sehr lange Songs haben, welche wir dann natürlich nicht hochladen können. Hier sollte man vielleicht noch dran arbeiten.
Auf welchen Internetplattformen seid ihr sonst noch vertreten? Welche nutzt ihr bevorzugt und warum?
www.myspace.com/jamsolaris
Myspace ist einfach eine riesige Plattform, die man simpel nutzen kann. Mittlerweile vielleicht ein bisschen überlaufen, aber bei jeder Band schon so eine Art feste Institution.
http://kio-agentur.de/Kunstraum%20Kuenstler/Mirovia/Mirovia%20Bandinfo.htm
Seit 2010 sind wir Mitglied des Projekts Kunstraum der KIO-Agentur. Hier wird uns die Möglichkeit der Präsentation fernab von Massenregistrierungen (s. Myspace) geboten. Außerdem verschmelzen hier die verschiedenen Ausformungen von Kreativität zu einem Gesamtkunstwerk.