Über die Location
Seit den frühen 80er Jahren fanden hinter den Mauern des Keller-Kunst-Keller kulturelle Programme statt, dass sich von Live-Veranstaltungen über Partys bis hin zum Klein-Kunst-Theater erstreckte.
Durch ein vielfältiges Kulturprogramm lockte der Keller-Kunst-Keller zahlreiche Besucher in die Rotweinstadt Ingelheim am Rhein, dass es durch die gemütliche Atmosphäre und die gute Unterhaltung ein besonderes Erlebnis machte.
Die Rotweinstadt Ingelheim hat eine bewegte Geschichte, was viele historischen Gebäude belegen. Weit unten, in den Kellern und Gewölben, dokumentiert sich die Tradition der alten Weinbaugemeinde.
Viele Jahre war der Name "Keller-Kunst-Keller" ein Synonym für anspruchsvolle Kleinkunst in Ingelheim. Auf der Bühne in der Schillerstraße gab es Musik, Theater und Kabarett. Bis vor zwei Jahren gastierten zahlreiche renommierte Künstler in dem historischen Kellergewölbe. Die Kölner Rockband BAP stand hier ebenso auf der Bühne wie die Kabarettisten Gerhard Dudenhöfer, Thomas Freitag oder Mathias Richling. Ursprünglich diente der Keller in der Schillerstraße einmal als Weingewölbe. Nachdem 1901 die Ober-Ingelheimer Winzergenossenschaft gegründet worden war, hatte sie ihren Standort in dem großzügigen Bruchsteinhaus. In dem darunter befindlichen Gewölbekeller ließen die Genossenschaftswinzer ihre Trauben verarbeiten und vermarkten. Errichtet worden war das Gebäude bereits 1876, wie Friedhold Reisinger, der heutige Eigentümer, weiß.
Genau hundert Jahre später erwarben Reisinger und sein damaliger Kompagnon Hans-Jürgen Rosskopp das Gebäude inklusive Gewölbekeller. Oberirdisch existierte damals eine Gaststätte, die renoviert und weiter betrieben wurde. Der Gewölbekeller blieb zunächst ungenutzt. Erst 1980 wurde damit begonnen, eine Musikkneipe mit Kleinkunstbühne einzurichten. Zuvor waren natürlich eine ganze Reihe von Umbaumaßnahmen erforderlich. Fast alles wurde neu gemacht. Trotz des großen Aufwandes hatte die Kleinkunstbühne große Anlaufschwierigkeiten. Dennoch ist man am Ball geblieben. Eine wichtige Weichenstellung war die Gründung des Vereins "Förderer der Kleinkunst". In Kooperation mit dem Förderverein konnte sich der "Keller-Kunst-Keller" nach und nach als überregional bedeutsame Kleinkunstbühne etablieren. Vor rund zwei Jahren beschloss der Verein jedoch, der angestammten Spielstätte den Rücken zuzukehren. Grund war der damalige Zustand des Kellergewölbes. Seither pendelt der Verein zwischen mehreren Spielorten hin und her.
Der "Keller-Kunst-Keller" wurde seit dem von einer neuen Pächterin betrieben. Das Gewölbe wurde renoviert, teilweise verputzt und neu gestrichen. Außerdem wurden Belüftung und Heizung saniert sowie neue Lichteffekte im Veranstaltungsraum installiert. Nach den kostspieligen Sanierungsarbeiten fanden im "Keller-Kunst-Keller" wieder Veranstaltungen statt.
Seit dem 25.12.2010 jedoch stehen die Gewöbe wieder lehr.
Somit verschwindet niht nur eine Traditionsbühne sondern auch eine der Bühnen die gerade für Newcomer immerwider eine Auftritsmöglichkeit bietete.
Die Open-Stage-Initiative, welche gerde im Jahr 2010 ca. zwanzig regioactive.de-Bands auf die Bühne des Keller-Kunst-Keller gebracht hatte Steht daher auch vor einem Problem. Wohin?
Geschlossen