Bio/Info
Das Horst Hansen Trio ist ein Quintett bestehend aus Saxophon, Gitarre, E-Piano, Bass und Schlagzeug. Die fünf jungen Musiker aus Krefeld spielen, wie sie selbst sagen, „Party Jazz“. Eine eigenwillige Interpretation des Genres bei der die Scheuklappen abgelegt werden und Jazz mit groovigen Reggae-Beats und ekstatischen Polka tanzbar gemacht wird, ohne jedoch den Anspruch an hohe musikalische Qualität zu verlieren.
Bandmitglieder
Ehemalige Bandmitglieder
Diskographie
Interview
Wann und wie habt ihr angefangen gemeinsam zu musizieren?
Alles begann mit einer schicksalhaften Begegnung von Manfred und Hubert auf der Jazz Cologne im Jahre 2009. Bei einem gemeinsamen Glase Rotwein stellte heraus, dass beide nicht nur die Liebe zum Jazz sondern auch die selbe Heimatstadt teilten. Schnell wurde der Entschluss gefasst ein gemeinsames Jazz-Projekt in angriff zu nehmen. Da Hubert bereits seit einigen Jahren mit den Herrn Kollegen Eckbert und Eberhardt zu musizieren pflegte war also schnell ein stimmiges Ensemble zugegen. Bei einer der ersten Proben fiel beiläufig der Name des berühmten Krefeld Trompeters Horst Hansen. Woraufhin das Ensemble beschloss die lebende Legende ausfindig zu machen und ein Treffen mit ihm zu arrangieren. Horst Hansen war bereits bei der ersten gemeinsamen Session fest überzeugt von der Dynamik und Ausdruckskraft der 4 jungen Musiker und bot ihnen an gemeinsam mit ihm sein altes Solo-Projekt „Das Horst Hansen Trio“ wieder aufleben zulassen.
Was ist das Besondere / Eigene an eurer Musik?
Das besondere an unserer Musik ist, dass wir den Jazz aus dem Fahrstühlen, Telefonschleifen und Kaufhäusern wieder auf die großen Bühnen holen und ihn somit auch den jungen Mitmenschen näher bringen und für sie ansprechbar gestalten. Diese Konzeption nennen wir Party-Jazz und zeichnet sich durch ein Publikum aus, dass bei unseren Klängen kein Halten mehr findet und zu unseren Improvisationen das Tanzbein schwingt.
Wo würdet ihr nie wieder auftreten? Warum?
Wir spielen immer und überall sehr gerne. Dabei machen wir keinen Unterschied zwischen großen Festival Bühnen, kleinen Clubs und intimer Straßenmusik. Das wichtigste für uns ist das Publikum zu begeistern. Weswegen wir an jedem Ort auch gerne ein weiteres Mal auf jeder noch so kuriosen Bühne auftreten.
Wer ist euer prominentester Fan?
Der mitunter berühmteste Fan ist wohl Jan Gabarek, den wir in Dubai am Flughafen trafen, als wir in jazzig Tagen um die Welt reisten. Dort inspirierte er uns sehr, wodurch wir schlussendlich in der Lage waren das Stück „Orient Express“ zu schaffen.
Auf welchen Fan wärt ihr so richtig stolz? Warum?
Pat Metheny
Was sind eure Lieblingsbands?
Wir kommen alle aus sehr verschiedenen Musikrichtungen und sympatisieren mit den unterschiedlichsten Musikgruppen, jedoch sind wir uns einig das das Horst Hansen Trio der frühen 70er Jahre einen Milestone der Weltmusikgeschichte darstellt.
Welche Alben betrachtet ihr als legendär?
Es gib zahlreiche Alben denen man den Legendstatus zusprechen sollte. Wir treffen immer wieder auf neue Bands und Musiker mit sehr ansprechenden Werken. Zuletzt fiel uns die neue CD Hypochonda von Luke und Betrug in die Hände, die uns sehr begeistert.
Welche Alben sehen nie das Innenleben eures CD-Players?
Bei dieser Frage kommt uns zu aller erst der sogenannte Künstler Christian Burg in den Sinn, dessen Schaffen wir niemals auch nur annähernd in die Nähe unserer CD-Spieler lassen würden. Schon sein Gehabe macht doch seine Klänge bereits vor dem Hören madig und schlecht. Ganz zu schweigen davon wenn man seine sogenannte Musik zu hören bekommt. Also diesen Künstler können wir wirklich niemanden empfehlen.
Seid ihr ganz zufrieden mit eurem aktuellen Songmaterial? Arbeitet ihr an neuem? Was wird anders?
Erst vor kurzem haben wir ja bekanntlich unsere neue Scheibe „In jazzig Tagen um die Welt“ der Öffentlichkeit preisgeben. Auf ihr haben wir die Erfahrungen und Impression unserer Weltreise in ein klangliches Bild gefasst. Dabei haben wir versucht ebenso die Hoch- wie auch die Tiefpunkte dieser Reise zu vermitteln. Die schier unendlichen Strapazen eines ewigen Marsches unter der sengenden Sonne der staubtrockenen Wüste. Das orgasmische Gefühl beim vorstoßen bzw. ersten Eintauchens in das Becken einer heißen Quellen. Der weite Ausblick, der nach dem erklimmen eines bewachsenen Berges hinter dem letzten Busch auf einen wartet und einem die unfassbare Weite und Schönheit der Welt verspricht/offenbart.
Nichts desto Trotz sind wir nicht rastlos geworden und nutzten jegliche freie Zeit damit neue Stücke für unseren nächsten Tonträger zu schreiben.